FAQ (Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen)
Nein, Xylitol ist die englische Bezeichnung von Xylit. Es handelt sich um die gleiche Substanz.
Nein, es ist gesundheitlich unbedenklich, und alle Inhaltstoffe unserer Produkte sind für Lebensmittel zugelassen. Der abführende Effekt von zu viel Xylit beruht darauf, dass dieser Zuckeraustauschstoff wie Ballaststoffe - ähnlich wie Bohnen oder Pflaumen - im Darm wirkt: Er regt die Darmtätigkeit und dadurch auch die Verdauung an. Xylit wird genauso wie andere Ballaststoffe von der Darmflora abgebaut. Die Unbedenklichkeit von Xylit wurde bereits in den 80er Jahren von der WHO und FDA bestätigt.
Nein. Süßstoffe (Saccharin, Aspartam, Cyclamat, ...) sind chemisch hergestellt und haben eine sehr hohe Süßkraft und kaum Kalorien. Zuckeraustauschstoffe wie Xylit (auch Sorbit, Mannit, Isomalt) sind aus natürlichen Substanzen gewonnen, haben eine ähnliche Süßkraft wie Zucker, sind aber nicht ganz kalorienfrei. Sie haben einen niedrigen glykämischen Index und sind somit auch für Diabetiker geeignet. Mundbakterien können keine zahnschädigenden Säuren herstellen.
Chemisch gesehen ist Xylit kein richtiger Zucker, sondern ein Zuckeralkohol und unterscheidet sich von anderen Zuckerarten wie Sorbit, Frucktose, Saccharose dadurch, dass er anstatt von sechs Kohlenstoffatomen nur fünf besitzt. Die meisten Bakterien können Xylit nicht verdauen. Das ist der Hauptgrund für die karieshemmende Wirkung. Zuckeraustauschstoffe wie z.B. Xylit, Mannit, Sorbit, Isomalt schaden den Zähnen nicht, aber nur Xylit wurde wissenschaftlich die herausragende karieshemmende Eigenschaft attestiert. Xylit ist viel süßer als zum Beispiel Sorbit.
Xylit kommt in kleinen Mengen in Früchten, Beeren, Gemüse und Pilzen vor, zum Beispiel in Himbeeren, Erdbeeren, gelben Pflaumen, Endiviensalat usw. Xylit entsteht aber auch im menschlichen Stoffwechsel.
Xylit wurde durch den deutschen Chemiker und Nobelpreisträger Emil Fischer (Nobelpreis 1902) im späten 19. Jahrhundert fast zeitgleich mit französischen Chemikern entdeckt. In der Sowjetunion wird Xylit bereits seit Jahrzehnten von Diabetikern als Zuckerersatz verwendet, in Deutschland als Mittel zur intravenösen Ernährung. Die Wirkung auf die Zahngesundheit wurde in Finnland in den frühen siebziger Jahren entdeckt und seitdem in zahlreichen Studien, z.B. an Schwangeren und Kindern, untersucht. Das erste Xylit-Kaugummi wurde in Finnland 1975 hergestellt.
Natürlich nicht! Achten Sie aber auf Ihren bzw. den Zuckerkonsum Ihres Kindes. Bedenken Sie dabei, dass in vielen Lebensmitteln bereits versteckter Zucker enthalten ist, wie z.B. in Senf, Ketchup, Müsli ... Auch Honig, Malzzucker, Milchzucker und Traubenzucker sind für Zähne schädlich. Um eine wirksame kariesvorbeugende Wirkung zu erreichen, können Sie nach jedem Essen 2 kleine Xylit-Bonbons naschen - bitte lutschen, damit das Xylit ca. 3-5 Minuten in der Mundhöhle verbleibt. Oder Sie lutschen einen unserer Xylit-Lollies. Nach wissenschaftlichen Studien reichen schon ca. 6g täglich - verteilt auf 3-5 Portionen - um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Mehr Xylit schadet nicht, man muss nur die abführende Wirkung bei übermäßigem Verzehr beachten, wenn der Körper noch nicht ganz auf diesen neuen Zucker eingestellt ist.
Karies ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung der Zähne. Diese Bakterien ernähren sich von den in der Nahrung enthaltenen Kohlehydraten (insbesondere Zucker). Diese Bakterien wandeln Zucker in Säuren um, die dann den Zahnschmelz entkalken (entmineralisieren). In die dadurch porös gewordene Zahnoberfläche dringen noch mehr Bakterien ein, und diese Entkalkung passiert immer wieder in immer tieferen Bereichen des Zahnes - ein »Loch« entsteht. Je öfter wir Süßes Essen, desto höher ist die Gefahr für unsere Zähne. Bei häufigem Zuckerkonsum kann der Schutzmechanismus des Speichels, der normalerweise in der Lage ist, kleine Entkalkungen immer wieder zu reparieren, nicht mehr mithalten.
Die Forschung hat gezeigt, dass Karies ein Ergebnis des Zusammenwirkens von Mikroorganismen und Zucker (Kohlenhydrate) ist. Bestimmte Mundbakterien, insbesondere Streptococcus mutans, lagern sich an die Zahnoberfläche an. Jeder süße Bissen versorgt diese Bakterien mit Energie, sie vermehren sich und produzieren durch ihren Stoffwechsel Säuren. Der pH-Wert sinkt, Mineralien (Calcium und Phosphate) lösen sich aus der Schmelzoberfläche, sie wird porös und eine Kavität (Zahnloch) entsteht. Nach dem Essen von Süßem dauert es ca. eine halbe Stunde, bis sich der pH-Wert wieder auf ca. 7 normalisiert. Je öfter man Süßes zu sich nimmt, desto öfter kommt es zum »Säureangriff«. Das ist sehr schlecht für die Zähne, und Karies hat ein leichtes Spiel.
Forschungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich geben Anlass zur Hoffnung, dass Xylit (insbesondere auch als Nasenspray) in der Lage ist, Erkältungsbakterien daran zu hindern, dass sie sich an der Schleimhaut anhaften und Infektionen der oberen Atemwege bzw. des Mittelohres mindern.
Wenn Sie Xylit zu sich nehmen, wird die Säureproduktion gestoppt bzw. reduziert, da Bakterien mit Xylit nichts anfangen können. Außerdem kleben Bakterien weniger an der Zahnoberfläche und der Zahnbelags wird weniger (die Zähne fühlen sich auch glatter an). Forschungsergebnisse zeigen, dass die regelmäßige Einnahme von Xylit nicht nur die Bakterien und Ihren Stoffwechsel beeinflusst, sondern durch das verbesserte biologische Gleichgewicht im Mund sogar erste Zahnschäden durch die Schutzwirkung des Speichels »repariert« oder stoppt. Der pH-Wert im Mund steigt durch Xylit-Einnahme, die Zahnoberfläche kann besser remineralisiert werden.
Um gesunde Zähne auch ins hohe Alter zu behalten, ist es wichtig, genug Speichel zu haben, denn er ist der »Jungbrunnen« für die Zähne. Im Alter und auch unter Einnahme von verschiedenen Medikamenten sinkt die Speichelproduktion und Karies kann leichter entstehen. Wie auch beim »normalen« Bonbon steigt beim Lutschen eines Xylit-Bonbons die Speichelproduktion an, jedoch mit dem Vorteil, dass keine gefährlichen Säuren im Mund entstehen und die zahnschädigende Wirkung von Zucker nicht auftreten kann. Auch das Kauen eines Xylit-Kaugummis fördert den Speichelfluss und fördert somit die Zahngesundheit.
Das Lutschen von Xylit-Bonbons ist eine leckere, natürliche und bequeme Möglichkeit, die tägliche Zahnpflege zu unterstützen. Wissenschaftler empfehlen 5-10g täglich, verteilt auf 3-5 Portionen. Zum Beispiel 3 mal 2 Bonbons, am besten nach dem Essen. Die abführende Wirkung tritt laut Untersuchungen ab einer täglichen Einnahme von ca. 0,5g pro kg Körpergewicht auf. Am besten die Menge täglich langsam steigern, bis die Verdauung sich angepasst hat. Denn - wie auch bei Bohnen und Pflaumen - jeder Körper reagiert anders. In Studien wurden Einnahmen von 200g Xylit täglich problemlos vertragen.
Natürlich nicht! Xylit-Verwendung ist zwar ein wichtiger Beitrag zur Mund- und Zahngesundheit, sozusagen eine »therapeutische Süße«, ersetzt aber nicht die tägliche Mundhygiene, die vernünftige Ernährung, die Zahnpflege mit fluoridhaltiger Zahnpasta, die Verwendung der Zahnseide und die regelmäßige Kontrolle bzw. Zahnreinigung beim Zahnarzt.